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Moderne Schnitzeljagd
Der Runde Tisch Energie hat am Goldbergsee einen "Geocaching-Pfad" installiert. Mit Hilfe eines GPS-Geräts müssen acht Stationen geortet werden. 15 Jugendlichen des Projekts "Sprungbrett" erkunden die Route und sind begeistert.
Von Christian Pack
Gemeinsam zum Ziel: Jugendliche des Projekts "Sprungbrett" erkunden per GPS-Gerät den neuen Geocaching-Pfad am Goldbergsee. Fotos: Hans Blischke
Wenig Mühe beim Rechnen: Schirin (links) und Marina lösen die kniffligen Aufgaben meist mit links.
Wichtige Hilfe: das GPS-Gerät.zurück
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Gemeinsam zum Ziel: Jugendliche des Projekts "Sprungbrett" erkunden per GPS-Gerät den neuen Geocaching-Pfad am Goldbergsee. Fotos: Hans Blischke Coburg - Als der Großteil der Erwachsenen noch grübelnd über der Aufgabe sitzt, scharren zwei Teenager bereits mit den Füßen. "Hier kommt die Zahl Eins raus. Wir müssen in diese Richtung, etwa einen Kilometer." Keine Frage: Bei der Entdeckungstour des "Geocaching-Pfads" geben die 17-jährige Schirin und ihre 16-jährige Freundin Marina das Tempo vor.
Das GPS-Gerät in Richtung Ziel gerichtet, hasten sie von Station zu Station und liegen bei den unterschiedlichen Wissensaufgaben stets richtig. "Das macht alles schon Spaß. Und es ist allemal besser, als in der Schulklasse zu sitzen", gibt Marina bei einer kurzen Pause augenzwinkernd zu Protokoll.
Gemeinsam mit 13 anderen Jugendlichen vom Projekt "Sprungbrett" testen die beiden Teenager den neuen "Geocaching-Pfad" am Goldbergsee. Die knapp fünf Kilometer lange Strecke hat der Runde Tisch Energie entwickelt. An acht Stationen gilt es, knifflige Aufgaben rund um die Themen Energie und Klimaschutz zu lösen. Mit den Ergebnissen gibt man die nächsten Koordinaten in das GPS-Gerät ein, um zum nächsten Punkt zu gelangen.
"Der Pfad richtet sich in erster Linie an Schüler zwischen zehn und 16 Jahren", erklärt Mitentwickler Jörg Wicklein. Deshalb will der Runde Tisch in den nächsten Tagen die Schulen in der Region anschreiben, um sie für die Idee zu begeistern. "Als Wandertag kann man das gut in den Unterricht einbauen. Aber auch bei einem Geburtstag passt das", sagt Wicklein.
Die Freizeitbeschäftigung "Geocaching" erfreut sich auch in der Region Coburg immer größerer Beliebtheit. Neue, knifflige Routen werden herausgearbeitet und im Internet hinterlegt. Interessierte können die Daten dann runterladen und sich in der Nachbarschaft auf Schnitzeljagd begeben - mit modernsten Hilfsmittel versteht sich. "Man benötigt immer ein klassisches GPS-Gerät oder ein GPS-fähiges Handy. Dann kann es losgehen", erklärt Werner Weber, Leiter der Stabsstelle Umwelt.
Die Route am Goldbergsee startet an der Ernstfarm, eine Runde dauert in etwa zwei Stunden. Den "Schatz", das letzte Cache-Versteck, findet man direkt am See. In einer Dose liegt ein Logbuch, in das sich jeder Finder eintragen kann. Bei Interesse können GPS-Geräte gegen Gebühr bei der Stadt ausgeliehen werden. Auch die Wissensfragen erhält man dort. "Einfach ausprobieren, macht Spaß", wirbt Werner Weber.
Geocaching
Geocaching ist eine Art elektronische Schatzsuche. Die Verstecke ("Geocaches", kurz "Caches") werden anhand geografischer Koordinaten im World Wide Web veröffentlicht und können anschließend mithilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Die Suche ohne GPS-Empfänger ist mittels genauen Kartenmaterials auch möglich. Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Der Fund wird im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt. So können auch andere Personen - insbesondere der Verstecker ("Owner") - die Geschehnisse rund um die jeweilige Route verfolgen.
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www.geocaching.com