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Montag, 8. September 2008, 21:55

Geocaching in Mexiko - Ein kurzer Reisebericht von DK6IR

Hallo,

wer interesse hat kann sich unter folgendem Link meinen kleinen Bericht über meine Geocaching-Erfahrungen bei meinem letzten Aufenthalt in Mexico August 2008 ansehen und lesen.

http://www.dk6ir.de/index.php?option=com…id=66&Itemid=55

Weitere Fotos werden folgen sobald ich Webseite wieder auf Fordermann gebracht habe ... die kalten Tage hierfür kommen sicherlich bald genug :-(

Viel Spaß, DK6IR (Bert)

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Samstag, 4. Oktober 2008, 07:45

(Die zugehörigen Bilder und mehr gibts im Internet unter http://www.dk6ir.de/index.php?option=com_content&view=article&id=66&Itemid=55)

Geocaching in Mexiko

Anfang August 2008 stand mein vierwöchiger Urlaubsaufenthalt in Mexiko an. Hauptziel war die Stadt Culiacán (620.000 Einwohner) im Bundesstaat Sinaloa nahe der Pazifikküste sowie ein paar andere geplante Ausflugsziele.

Selbstverständlich wurde im Vorfeld unter anderem die Möglichkeiten für Geocaching auf www.geocaching.com geprüft und ernüchternd festgestellt, dass es sich bei meinem Zielgebiet um eine „Wüste für Geocacher“ handelte. Die nächsten zwei Geocaches waren tatsächlich erst 250 KM entfernt in der Stadt „Los Mochis“ zu finden. Trotz aller Ernüchterung habe ich mehrere Pocket Query für verschiedene Gebiete im Mexiko im GPX-Format erstellt und auf mein GPS geladen.Wie sich die Situation für Geocaching in Mexiko darstellt zeigt eindrucksvoll das Grenzgebiet zwischen San Diego (USA) und Tijuana (Mexiko) wobei hier Mexiko, bezogen auf Geocaching, als eher jungfräulich zu bezeichnen ist.

Als ich bei einem meiner Ausflüge endlich auch mal die Stadt „Los Mochis“ besuchen konnte, war es dann für mich endlich so weit und die ersten beiden mexikanischen Geocaches konnten geloggt werden. Es handelte sich hierbei um zwei „Tradis“ (GC18GCY und GC18H01) deren magnetische Micro-Döschen von einem US-Amerikaner ausgelegt wurden und bisher insgesamt erst drei- bzw. viermal in den letzten acht Monaten geloggt wurden und keiner der Finder aus Mexiko selbst stammte. Also ein weiteres Indiz dafür, dass sich dieses Land noch als Geocacher-Neuland bezeichnen darf.

Ein weiterer Ausflug brachte mich in den Bundesstaat „Baja California“ den ich nach einer 6-stündigen Überfahrt mit einer Autofähre Los Mochis -> La Paz erreicht habe. Dort angekommen ging es dann noch etwa 200 Km Richtung Süden mit den Auto nach Cabo San Lucas, einem wunderschönen Städtchen mit fantastischen Sandstränden von denen sich sogar Delfine und Wale beobachten lassen.

Auf dem Weg nach Cabo San Lucas plante ich meinen dritten mexikanischen Fund ein. Als wir über einen hügeligen und sandigen Weg an dem verlassenen Strand am Fuße des Geocaches „JT's Baja Cache #3 (GCN1YH)“ ankamen ging es sofort, ausgestattet mit GPS und Sombrero, bergauf Richtung Geocache. Auf halben Wege wurde mein kleiner Spaziergang abrupt mit einem Furcht einflößendem Klappern beendet. Tatsächlich hatte sich eine (bei Ihrem Sonnenbad gestörte) Klapperschlange lautstark über die verursachte Ruhestörung beschwert. Da ich diesen Reptilien eine riesige Portion Respekt entgegen bringe, gab es für mich nur eine richtige Entscheidung und so kehrte ich ohne Erfolgserlebnis wieder zu meinem Fahrzeug zurück. Auch aufklärende Versuche meiner Frau, dass diese Tiere nichts machen würden wenn man sie nicht direkt bedrohen würde, konnten mich nicht zu einem erneuten Versuch überreden.

In Cabo San Lucas angekommen war mein nächstes Ziel ein Strandcache mit dem schönen Namen „Playa del Amor“ (Strand der Liebe) den ich im ersten Anlauf versuchte mich mit dem Auto zu nähern. Ein großer felsiger Berg beendete diesen Plan erstmal und auch ein zweiter Versuch den Cache über den Strand zu erreichen endete an einer nicht passierbaren felsigen Klippe. Nach einigen Recherchen fand ich heraus, dass man diesen Strand nur über den Seeweg erreichen konnte. Im Hafen boten Wassertaxis ihre Dienste an, um Touristen wie mich für ein paar Dollars zu diesen schönen Stränden zu bringen. Meine Spanischkenntnisse sparten mir dabei den extremen Touristenzuschlag ein und so fuhren wir relativ kostengünstig zu einem Bade- und Geocachingausflug an einen herrlichen Sandstrand an dem neben meinen badenden Kindern auch ich meinen Spaß haben sollte. Dort angekommen ging ich wieder mit GPS und Sombrero bewaffnet los um einen Berg bei 40°C zu besteigen. Auf halben Wege wurde ich dann im eigenen Schweiß gebadet mit dem Fund einer größeren Plastikdose belohnt. Diese Dose sollte dann auch die neue Heimat für einen aus Deutschland mitgebrachten Geocoin, mit dem Auftrag zu einem Freund in die USA zu reisen, werden.

Zwei weitere in der nähe des Hotels gelegene Geocaches waren vorübergehend „disabled“ und zeigten die Problematik auf, dass es sehr an Verständnis in der Bevölkerung fehlt solche Dosen, die zufällig gefunden werden, trotz mehrsprachigen Hinweisen auch wieder zurück zu legen. Diese Erfahrung sollte ich später noch öfters machen.
An einem Abend in der Stadt stand der „Alan Kaschube Memorial Cache (GC1C4Q7)“ auf dem Programm. Vor Ort angekommen hatten wir nach einer halben Stunde Suche die Entschluss gefasst aufzugeben als mich ein Händler aus einem Geschäft, der mich seit geraumer Zeit beobachtete, ansprach und fragte ob ich einen Schatz suchen würde? Ich fragte ihn ob er etwas von einem Schatz wüsste. Bei seiner Antwort verwieß er auf ein gegenüberliegendes Restaurant. Als ich mich auf die andere Straßenseite begab fragte ich dort angekommen einen Kellner der mich wiederum an die Kassiererin des Restaurants verwies. Bei dieser angekommen bekam ich erst eine nichts ahnende Antwort jedoch mit einem grinsenden Gesicht was mich zum nachfragen aufforderte. Nach und nach gab die Kassiererin zu etwas zu wissen bis sie letztendlich eine weitere Kellnerin bat die in der Nähe stehende Glasvitrine aufzuschließen. Was ich in dieser Vitrine fand könnt ihr Euch sicherlich vorstellen, oder? Genau, es war ein dick gefüllter „Regular“ dem ich dann auch einen TB entreißen konnte bevor ihn die Kassiererin wieder an seinen ursprünglichen Ort brachte, um ihn dort vor den unwissenden Muggels zu schützen.

Auf unserer Rückreise nach Culiacán hatte unsere Autofähre eine Verspätung von etwa 3 Stunden. Sofort erkannt ich meine Chance in der nahe gelegenen Stadt La Paz noch den einen oder anderen Geocache zu loggen. Dort angekommen musste ich leider feststellen, das dass Muggel-Problem wie vorhin schon erwähnt hier noch heftiger zu bewerten ist. Nach dem die ersten beiden Geocaches eindeutig gemuggelt waren, konnte ich dann doch noch eine magnetische Dose an der Strandpromenade entdecken und loggen bevor es zurück zum Schiff ging.

In Culiacán angekommen verbrachten wir dort unsere letzten Urlaubstage im Kreise der Familie. Natürlich konnte ich nicht widerstehen eine Stadt mit 620.000 Einwohnern ohne Geocache mit den ersten beiden Geocaches in seiner Geschichte zu beglücken. Vielleicht konnte ich ja etwas Entwicklungsarbeit leisten für unser Hobby zu werben und außerdem … wann bekommt man noch mal so eine Chance?

Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Land noch einiges an Pionierarbeit zu leisten ist, obwohl die führende Nation der Geocacher gleich nebenan zu Hause ist. Es bleibt zu hoffen das auch Programme wie „Cache in - Trash out“ dort bald greifen werden denn einige Ecken könnten das vertragen obgleich das Land selbst, mit seiner Vielfältigkeit und vielen Abwechslungen das es bietet, ein perfektes Gelände für unser Hobby darstellt. Der Weg ist das Ziel …


DK6IR (Bert)

September 2008

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