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Cachedoc

Laird of John O'Groats

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Dienstag, 14. Juni 2011, 20:29

Die unsichtbaren Gefahren der Lost Places

Lost Place Caches sind für viele Cacher eines der beliebtesten Ziele. Neben der offensichtlichen Gefahren dieser Caches wie ungesicherte Höhen, Bodenlöcher, Einsturzgefahr etc. drohen in Lost Places jedoch unsichtbare Gefahren in Form von Schimmelsporen, Chemieabfällen und Asbestbelastung. Von daher kann ein Lost Place für Cacher auch ein Last Place sein auch wenn die unsichtbaren Gefahren eher schleichend wirken und mit Verzögerung zur Beeinträchtigung bis hin zum Tod führen können.
Es empfiehlt sich daher sich vor betreten eines solchen Areals sich der Gefahren bewusst zu sein und sich davor zu schützen.
Eine Atemschutzmaske ist daher empfehlenswert, wobei jedoch der altbekannte OP-Mundschutz im Krankenhaus nur ein Kandidat für den Schutz vor einer Tröpfcheninfektion darstellt und zwar des Patienten vor dem die Maske Tragenden und nicht umgekehrt. Bei Hochinfektiösen müssen Masken getragen werden die keine Luftumströmung zulassen und bei denen die ganze Einatemluft gefilltert wird, z.B. bei Tuberkelbakterieninfektion des Patienten.
In der Industrie unterscheidet man unter anderem Feinstaubmasken und Grobstaubmasken. Feinstaubmasken schützen natürlich vor feinerem Staub als Grobstaubmasken.
Sich wie bei Outbreak zu vermummen wäre bei einem Lost Place nun nicht die Lösung für das Problem, denn in einer solch verseuchten Umgebung welche Überdruckanzüge erfordert sollte kein Cache liegen. Allerdings gilt es verschiedene Schutzklassen für Masken zu kennen und hiernach eine Wahl zu treffen.
Leider ist vor Betreten einens Lost Placed keine Gefahrenklassifikation des Ortes zu erfragen, so dass man meiner Meinung nach immer mit einer hohen Feinstaubbelastung unter anderem mit asbesthaltigen Stoffen und Schimmel rechnen muß. Auch das Hanta-Virus welches sich u.a. im Mäusekot findet sollte nicht vergessen werden.
Für Masken gibt es drei verschieden Schutzstufen nach EN und zwar P1 mit einer 4-fache MAK-Wert Überschreitung, welche z.B. fürKalk geeignet ist. MAK bedeutet im übrigen Maximale Arbeitsplatzkonzentration.
Weiter geht es mit P2 mit einer 10-fache MAK-Wert Überschreitung welchezB. für die meisten Stäube u. Rauche von Metall, Stein, Holz, Kunststoff geeignet ist.
P3 bedeutet geeignet für eine 30-fache MAK-Wert Überschreitung, also z.B. bei Asbest, Blei, Chrom, Nickel einsetzbar.
Dann gibt es noch A B E K P dies steht für A = Dämpfe von organischen Verbindungen, B = Anorganische Gase und Dämpfe, E = Schwefeldioxyd, Hydrogenchlorid. K = Ammoniak und P für Partikel.
Weitere Unterschutzklassen sind P2SL für flüssige Aerosole und mindergiftige Nebel, P2S für organische Dämpfe, unangenehme Gerüche, flüssige Sprühmittel und P3SL für giftige Aerosole.
Das eine Atemschutzmaske in der Klasse P3 durchaus erschwinglich ist zeigt folgendes Modell von Dräger.
Nachteil ist die begrenzte Haltbarkeit der Masken. Diese halten nicht ein ganzes Cacherleben!!
Ein weitere Option zu begrenzt haltbaren Atemschutzmasken ist der Einsatz eine Halbmaske oder einer Vollamske mit auswechselbarem Filter.
Eine Halbmaske bedeckt nicht die Augen. Bei Laugen und Säuren bietet diese Maske somit keinen Augenschutz. Die Filter sind wechselbar und je nach Gefahrenklasse nachzurüsten. Ein Beispiel zeigt diese Dräger Halbmaske mit den entsprechenden Filtern.
Vollgesichtsmasken kennt man von der Feuerwehr und als "Gasmaske". Auch hier ist die Vollmaske unabhängig vom Filtersystem zu kaufen. Vorteil ist der Schutz der Augen, Nachteile haben Brillenträger.
Natürlich erfordern Halb- und Vollmasken mit austauschbarem Filter auch einen regelmässigen Filterwechsel.

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