Bereits viele Monate vor Beginn des Events wurde bereits einstimmig gute 600 Kilometer entfernt einstimmig beschlossen, daß die Coburger hier nicht fehlen dürfen. Im Team von mittlerer Größe, welches insbesondere im Lost Camp nach kurzer Zeit einem gewissen "Ruf" gewonnen hatte, verbrachte wir hier ein paar schöne Tage.
Das eigentlich Abenteuer begann nach problemloser Anreise dann Freitagabend bei der Suche nach der richtigen Zufahrt zum ehemaligen Militärgelände. Navigationssysteme sind da unterschiedlicher Meinung, was so dem ein oder anderen Cacher eine teure Reparatur am Fahrzeug einbringen konnte. Die von Lisa gewählte Zufahrt war etwas zu "lost". Der Kelch ging an uns aber glücklicherweise vorüber.
Als wir endlich am Ort des Geschehens eintrafen, kamen an allen Ecken mit GPS bewaffnete Besucher ohne Vorwarnung aus den Büschen gesprungen. Hier herrschte Hochbetrieb! Ein Zeichen, daß wir richtig waren!
Der Check-In lief dann relativ schnell, und wir konnten einen ersten Rundgang über das weitläufige und toll ausgeschilderte Eventgelände machen.
Es ist wirklich fantastisch, was für ein genialer Abenteuerspielplatz hier geschaffen wurde. Das hatte schon Freizeitparkqualitäten. Selbst nur einen Teil der vielfältigen Möglichkeiten und Angebote zu nutzen, artete fasst in Stress aus. Hier war wirklich für jeden etwas dabei. Insbesondere die Fahrten mit diversen Armeefahrzeugen wie z.B. Panzer und Schwimmpanzer, Bootstouren, T5-Caches aller Art sowie die Jagd nach den Rätsellösungen für die Tombola machten den Samstag zu einem Erlebnis. Auch der kostenlose Eintritt in die Technik-Museen vor Ort war ein nettes Feature.
Die Witterung war glücklicherweise während der Event-Primetime stets gnädig, erst Samstagabend ging dann die Welt richtig unter, was sich aber problemlos beim Dosenfischer-Konzert in der großen Halle kompensieren lies. Es war übrigens schon interessant, die Jungs mal live zu sehen, auch wenn sich über diese Art von Musik natürlich streiten lässt. Manche zogen es vor, lieber im Regen zu stehen. Ich persönlich war gut unterhalten, und konnte am stets hoch frequentierten Bierstand sogar ein paar Worte mit den Kultfiguren wechseln. Der tolle Auftritt des Joe-Cocker-Doubles rundete den im wahrsten Sinne des Wortes feucht-fröhlichen Abend ab. Das Gewitter, welches hier über Rostock und Umgebung hinweg zog, war wirklich extrem. Dagegen sind die uns bekannten "fränkischen Gewitter" nur ein kleiner Schauer. Ein echtes Abenteuer.
Wir gehörten wohl zu den letzten, die das überflutete Gelände am Samstagabend noch verlassen konnten. Mein Auto tauchte bei der berüchtigten Senke stellenweise bis zur Motorhaube ins Wasser ein - würde ich wahrscheinlich nicht noch mal machen.
Der absolut gelassene russische Pförtner, den man auf dem Gelände wohl einst vergessen hat, sah den mittleren Weltuntergang gelassen, und saß Zeitung lesend vor seinem Häuschen. Ein unvergesslicher Anblick!
Man traf im Verlauf der Tage auf Unmengen bekannter Gesichter, selbst Überraschungsgäste aus Thüringen ließen sich vor Ort blicken. Auch konnte man viele Geocaching-Größen wie diverse Reviewer oder Foren- / und Blogberühmtheiten kennenlernen.
Auch für Konsumfreudige war vor Ort alles geboten, was man sich nur wünschen kann. Insbesondere der Garmin-Stand zog große Aufmerksamkeit auf sich. Auch die Kletterausrüstung konnte man bei professioneller Beratung zu günstigen Preisen aufstocken. Die Auswahl an Speisen war ebenfalls großartig.
Fazit: Das Event war absolute Spitzenklasse und durchweg nahezu perfekt organisiert. Eine enorme Leistung der Orga, vor der man wirklich Respekt haben muss!
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nolo2007« (5. September 2011, 13:10)